Du sagst:
„Das war daneben“,
während ich
neben mir stehe;
mich mit unsrer Nähe quäle.
Knapp daneben –
all das Leben
zwischen uns.
Das ist das Haus
vom Nikolaus
und nebenan
vom Weihnachtsmann.
Schon als Kind ein Strich zu viel –
seither such ich
meinen Stil.
Ist man eigentlich flatterhaft,
wenn man manchmal die Flatter macht?
Auf der Überholspur
spielen sie Dur.
Ich steh daneben
und bleibe bei Moll.
„Dein Lebensmotto?“
fragst du.
„Quatsch mit Sauce! –
Deins?“
„Ein paar Mal über Los zu gehen.“
„Lächerlich“,
lächel ich.
„That’s flattering“,
du klingst ironisch.
Ich spiel nicht gut Monopoly,
steh hier und da am Bahnhof rum –
fast wie im echten Leben.
Bin ich vielleicht nur voll?
“Voll Überraschungen!”
Voll toll,
will ich stattdessen hören.
Doch du sagst:
“Das war daneben –
aber hey,
lass irgendwann mal
wieder tanzen gehen…”.
Titelbild: Sheldon Liu auf Unsplash.


